Wer gewinnt bei Simon?


Von FitX-Redaktion | Foto : FitX

Simon Teichmann (33) weiß, wie man den Schweinehund besiegt. Der studierte Psychologe und erfahrene Fitness-Trainer hat es sich zur Aufgabe gemacht, Leute zum Sport und zum Erfolg zu bringen. Dafür gründete der gebürtige Pole 2011 seine eigene Firma für Personal Training. Auch online versorgt er viele Sportler mit Tipps und Tricks: Mittlerweile verfolgen über 150.000 Leute seine Social Media-Kanäle. Simon trainiert am liebsten in unseren Düsseldorfer FitX-Studios.

FitX: Was hat dich motiviert, mit dem Fitnesstraining loszulegen?

Simon: Ich war als Kind der kleine, dicke Junge mit Brille und meine Mitschüler haben mich immer „kleiner Professor“ genannt. Als ich zwölf war, saßen wir Ostern zusammen vor dem Fernseher und es lief der Film „Twins“ mit Arnold Schwarzenegger als perfektes Abbild des Mannes. Als ich seinen Körper sah, habe ich gedacht: Jetzt reicht’s! Von heute auf morgen habe ich mir kleine Hanteln gekauft und mit dem Training angefangen.

FitX: Wie konntest du dich in dem jungen Alter langfristig zu sportlicher Disziplin motivieren?

Simon: Ich habe mir immer wieder kleine Ziele gesetzt, die ich verfolgen konnte. Und hatte das Bild von mir als unsportlichen Jungen vor Augen - ich wollte nie wieder dahin. Also habe ich mich eingeschlossen und trainiert. Natürlich hatte ich auch kleine Durchhänger, aber weil mir das Training spätestens ab dem Zeitpunkt, als ich das erste Mal im Fitnessstudio war, richtig Spaß gemacht hat, habe ich es immer durchgezogen. Es war keine Last für mich, zum Sport zu gehen.

FitX: Wie hast du es geschafft, über all die Jahre bis heute dranzubleiben?

Simon: Das klappt zum einen dadurch, dass es mir immer noch Spaß macht. Ich liebe es, in neue Gyms zu gehen, neue Leute zu treffen, neue Übungen und Geräte auszuprobieren. Zum anderen setze ich mir immer neue Zwischenziele in Form von wiederkehrenden Definitions- und Aufbauphasen. Dieser ständige Wechsel macht aus Sicht eines Bodybuilders nicht so viel Sinn, für die Motivation ist er jedoch sehr zu empfehlen.

FitX: Du hast Psychologie studiert. Auch aus dem Blickwinkel eines Psychologen: Welche Rolle spielt das soziale Umfeld bei der Motivation im Sport?

Simon: Man sollte sich nicht vom sozialen Umfeld leiten lassen. Ich würde wirklich jedem raten, seine Motivation bei sich selbst zu finden, nicht nur im Sport, auch bezogen auf die Schule oder das Studium. Diese intrinsische Motivation ist ganz wichtig. Man darf Fitnesstraining nicht machen, weil es gerade hip ist, weil man Instagram-Bilder machen oder bei YouTube Erfolg haben kann, sondern weil es Spaß macht, für einen selber und bloß nicht für andere. Das wird nie funktionieren.

FitX: Welche Xupertipps hast du, um stets möglichst motiviert ins Training zu starten?

Simon: Einmal ganz klar die Klassiker: YouTube-Videos und Musik anmachen. Aber vor allem auch immer wieder das Bild vor Augen haben, dass man sich wohlfühlen kann und selbst für sich verantwortlich ist und, dass wenn man nichts tut, nichts passiert. Man sollte sich außerdem vor jedem Workout ein kleines Ziel setzen, eine kleine Progression einbauen, eine Übung ausdenken, die man neu erlernt. Es darf keine langweilige Routine werden.

FitX: Und wenn der Schweinehund mal besonders hartnäckig ist, wie schaffst du es trotzdem, trainieren zu gehen?

Simon: Morgens nehme ich gerne mal einen starken Kaffee. Mir hilft das ganz gut, nach dem Motto: So, jetzt geht es mir gut, jetzt bin ich aktiv und jetzt geht es los. Und im schlimmsten Fall, sich vor den Spiegel stellen, das T-Shirt ausziehen und sich fragen, ob man sich so wohlfühlt. Und noch ein letzter Tipp für alle: sich wirklich einen Plan machen, wie einen Stundenplan, der dann immer präsent ist. Man hatte schließlich auch nicht immer Lust auf Schule, aber ist jedes Mal hingegangen.

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